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Diese Seite dient als Ergänzung für die Baubeschreibungen. Lautsprecherchassis können je nach Bauart sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, die der Selbstbauer kennen sollte und die er für seine Zwecke geschickt nutzen kann.

Air Motion Transformer (AMT)
Der Air Motion Transformer ist eine besondere Bauform des Bändchenlautsprechers. Die Membran ist zieharmonikaförmig gefaltet. Durch den Antrieb wird die Zieharmonika geöffnet bzw. geschlossen und kann aus den Falten heraus wesentlich mehr Luftvolumen bewegen, als das mit der geringen Oberfläche eines Konus möglich wäre. Bis zu 20 fach größere Membranflächen gegenüber konventionellen Höchtönern sind möglich.
Der Antrieb ist simpel und genial zugleich. Auf der AMT typischen Folienmembran befinden sich die Leiterbahnen. Diese liegen im Luftspalt des Magnetfeldes von Neodymmagneten. Da das Konzept ohne Schwingspule auskommt, wiegt die Membran aus Mylarfolie nur etwa 80 Milligramm.
Ein hervorragendes Masse-Fläche-Verhältnis verleit dem Lautsprecher exellente Impulstreue, ein gutes Auflösungsvermögen bei hohem Wirkungsgrad.
Der AMT wurde von dem deutschen Physiker Dr. Oskar Heil entwickelt. Dr. Heil kann man getrost als Universalgenie bezeichnen, da er bereits 1934 den Feldeffektransistor erfand und zum Patent anmeldete. Neben weiteren Forschungen auf dem Gebiet der Schallerzeugung in der Natur und der Funktion des menschlichen Ohrs ließ er 1969 das Grundprinzip des AMT patentieren. Zu dieser Zeit lebte er bereits in den USA. Seit 1970 wird der AMT in der amerikanischen Lautsprecherfirma ESS vermarktet. 1994 verstarb Dr. Oskar Heil.

Bändchenlautsprecher
Beim Bändchenlautsprecher bilden Membran und stromdurchflossener Leiter eine Einheit. Dadurch ist es möglich, die Masse des schwingfähigen Systems gering zu halten. Die Bändchenmembran ist bei Verwendung von Aluminium selbst Leiter. Eine Strukturierung verhindert ein Reißen des Bändchens.
Das Bändchen ist vertikal aufgehangen und wird auch in dieser Richtung stromdurchflossen. Analog zum dynamischen Lautsprecher befindet sich der Leiter im Magnetfeld. In diesem Fall sind die Permanentmagnete seitlich vom Bändchen angebracht, die Feldlinien verlaufen also horizontal.
Fließt der Strom in der X-Achse und die Feldlinien liegen in der Y-Achse, so bewegt sich die Membran in Richtung der Z-Achse (also nach vorn oder zurück). Diese Regel wird auch als Rechte-Hand-Regel bezeichnet.
Bändchenlautsprecher können als Hochtöner die Vorteile der geringen Membranmasse ausspielen. Nachteilig ist der große Luftspalt zwischen den Magnetpolen, der die Magnetfeldstärke und damit den Wirkungsgrad reduziert. Weiterhin ist die Impedanz des Bändchens sehr gering, dies erfordert im Allgemeinen noch einen Trafo zur Anpassung.

Biegewellenwandler (bending wave loudspeaker)
Biegewellenwandler arbeiten nach dem elektrodynamischen Prinzip. Im Gegensatz zum Konuslautsprecher, bei dem Eigenschwingungen der Membran unerwünscht sind, arbeitet der Biegewellenwandler genau nach diesem Prinzip. Eine Plattenmembran wird selbst zu Eigenschwingungen angeregt. Die Wellen auf dem Membran lassen sich mit Wasserwellen vergleichen, die ein ins Wasser geworfener Stein auslöst.
Mit dem Biegewellenwandler lässt sich im Prinzip jede beliebige Oberfläche als Membran verwenden, sogar eine Fensterscheibe, Schranktür oder Wand.
Der Vorteil liegt in dem breiten Frequenzspektrum und der phasenrichtigen Wiedergabe. Durch Frequenzweichen verursachte Phasenverschiebungen entfallen im Wiedergabebereich.
Ein Nachteil liegt in der zu hohen unteren Grenzfrequenz. Bei tiefen Frequenzen und höheren Pegeln führt die Membran eben doch Hubbewegungen aus, die zu Verzerrungen und Intermodulation führen.
Die Vor- und Nachteile polarisieren die Nutzer. Begeisterung und Ablehnung halten sich die Waage.

Breitbandlautsprecher
Breitbandlautsprecher decken den gesamten hörbaren Frequenzbereich ab. Dazu ist jedoch ein Kompromiss bezüglich der Membrangröße erforderlich. Große Membranen können zwar das Luftvolumen für die Wiedergabe tiefer Frequenzen in Bewegung setzen, aber aufgrund ihrer Masse keine hohen Frequenzen wiedergeben. Dazu kommt noch eine starke Schallbündelung bei hohen Frequenzen. Für HiFi-Anwendungen kommen kleine bis mittlere Breitbandlautsprecher zum Einsatz. Der maximale Membrandurchmesser liegt bei ca. 150 mm.
Der Vorteil der Breitbandlautsprecher liegt in der punktförmigen Schallabstrahlung. Interferenzen durch Laufzeitunterschiede von den Abstrahlpunkten mehrerer Lautsprecher werden vermieden. Die bei Frequenzweichen üblichen Phasenverschiebungen entfallen ebenfalls.
Der Nachteil liegt in der Schwierigkeit den Frequenzgang zu linearisieren. Die Tiefen werden meist mit Hornkonstruktionen oder Transmissionslines angehoben. Überhöhungen des Frequenzganges können mit Saugkreisen begradigt werden.

D´Appolito Lautsprecher
Dr. Joseph D´Appolito, ist einer der bekanntesten Lautsprecherforscher. Als Referenzlautsprecher für den Heimkinobereich entwarf er das nach ihm benannte Lautsprecherprinzip. Es handelt sich um die senkrechte Anordnung von zwei Mitteltonlautsprechern zwischen denen ein Hochtonlautsprecher platziert wird.
Diese Anordnung führt zu einer sehr schlanken vertikalen Abstrahlung. Klangverfälschungen durch Boden- und Deckenreflexionen werden so weitgehend gemindert. Die Konstruktion einer D´Appolito-Anordnung erfordert jedoch eine hohe Sachkenntnis bezüglich der Weichenabstimmung. Die mechanische Anordnung und die Festlegung der Trennfrequenz sind ebenso genau zu bestimmen.
Die Vorteile der Konstruktion entstehen bei senkrechter Lautsprecheranordnung, eine liegende Anordnung bringt keine Vorteile.

Elektrodynamischer Lautsprecher
Der elektrodynamische Lautsprecher (kurz dynamischer Lautsprecher) ist die häufigste Lautsprecherbauart. Dem Aufbau nach bewegt sich eine stromdurchflossene Spule im Magnetfeld und versetzt die Membran in Schwingungen. Die Spule befindet sich im Luftspalt eines Dauermagneten. Magnetmaterial ist Ferrit, Alnico oder Neodym. Neodym-Magnete können bei kleinen Abmessungen hohe Feldstärken erzielen, zeichnen sich aber auch durch höhere Preise aus.
Die Schwingspule wird zentriert im Magnetsystem gehalten und ist mit der Membran direkt verbunden, bzw. befindet sich sogar auf dem Membran. Mittels elastischer Aufhängung erfolgt eine Befestigung der Membran am Gehäuse.
Der dynamische Lautsprecher variiert in folgenden Ausführungsformen:
-Konuslautsprecher,
-Kalottenlautsprecher,
-Biegewellenwandler.

Elektrostatischer Lautsprecher
Elektrostatische Wandler bestehen aus einer großflächigen elektrisch leitenden Membran, die zwischen zwei gelochten Elektroden aufgehangen ist. Das Prinzip erinnert an einen Kondensator, die Bewegung der Membran erfolgt durch die Kräfte des elektrischen Feldes (ungleichnamige Ladungen ziehen sich an, gleichnamige Ladungen stossen sich ab). Zur Vermeidung von Oberwellen muss der Wandler mit einer Polarisationsspannung von 1000 Volt bis 5000 Volt voreingestellt werden.
Elektrostaten werden als HiFi-Lautsprecher im Heimbereich mit sehr geringen Klangverfärbungen eingesetzt. Negativ zu werten ist der zusätzliche Aufwand zur Erzeugung der Hochspannung, das notwendige Hochtransformieren des Musiksignals und die extreme Größe der Lautsprecher.
Zusätzliche Informationen können Sie der Seite "Haarustat" entnehmen.

Folien Magnetostat (isodynamischer Wandler)
Im Gegensatz zum Bändchenlautsprecher befinden sich die Pole der Permanentmagneten hier nicht seitlich der Folie, sondern davor und dahinter. Zur Schallabstrahlung werden diese mit akustischen Durchbrüchen versehen. Die Membran besteht aus einer Kunststofffolie, auf die Leiterbahnen aufgedampft sind. Durch die Fertigung dünner meanderförmiger Leiterbahnen sind die üblichen 4 Ohm Impedanzen rmöglich.
Der Bedarf an Folien-Magnetostaten wird durch USA-Importe gedeckt, siehe: Magnepanlautsprecher, Neo. Folien-Magneostaten zeichnen sich durch hervorragende Impulswiedergabe und sehr gutes Phasenverhalten aus. Sie werden überwiegend im Hochtonbereich verwendet, zur Basswiedergabe ist eine Ergänzung notwendig.

Hochtonlautsprecher
Hochtonlautsprecher unterscheiden sich wesentlich durch die Form ihrer Membran. Grundsätzlich unterscheidet man Kalottenlautsprecher und Bändchenlautsprecher. Während die Kalottenlautsprecher eine kuppelförmige Membran mit daran befestigter Schwingspule aufweisen, bestehen die Bändchenlautsprecher aus einer dünnen Folie, die entweder selbst elektrisch leitend ist oder aufgedampfte Leiterbahnen besitzt.
Der Vorteil liegt in der geringen bewegten Masse der Bändchenhochtöner. Ein sehr gutes Ansprech- und Ausschwingverhalten der Membran unterscheidet den Bändchenhochtöner von anderen Bauarten. Der geringe Membranhub im Vergleich zum Konuslautsprecher schränkt den Einsatzbereich allerdings etwas ein.
Konuslautsprecher sind Allroundtalente und Bändchenlautsprecher Spezialisten, die erst ab 4...6 kHz zum Einsatz kommen können. Dafür punkten diese in ihrem Arbeitsbereich durch sauberen Frequenzgang und linealglatten Impedanzverlauf.

Kalottenlautsprecher
Kalottenlautsprecher sind dynamische Lautsprecher, die eine halbkugelförmig nach aussen gewölbte Membran besitzen. Die Schwingspule ist direkt mit dem Kalottenrand verbunden. Der Einsatz erfolgt überwiegend im Hochtonbereich, eher selten im Mitteltonbereich.Obwohl bei den Hochtönern bisher 19 und 25 mm Kalottendurchmesser üblich waren, geht man neuerdings bis zu 32 mm im Durchmesser. Dadurch verlagert sich die sinnvolle Trennfrequenz nach unten.
Die beschriebene Bauweise wurde für die Hochtonwiedergabe entwickelt. Da hohe Frequenzen stark gerichtet wiedergegeben werden, muß der Abstrahlwinkel groß gehalten werden. Dies ist durch die Kalottenbauform möglich. Weiterhin wird die Membranmasse für ein gutes Impulsverhalten niederig gehalten und die Membran ist über einen großen Einsatzbereich starr, damit liegen Teilschwingungen außerhalb des Hörbereichs.

Konuslautsprecher
Nach der Arbeitsweise gehört er zu den elektrodynamischen Lautsprechern. Eine Ringspule im Magnetfeld, mittels Zentrierspinne gehalten, treibt die am Gehäuse elastisch eingespannte Membran.
örmigen Membran, die durch diese Bauart eine hohe Steifigkeit besitzt. Da Membranmaterialien immer zu unerwünschten Eigenschwingungen (Partialschwingungen) neigen, werden diese durch die Konusform in Grenzen gehalten.
Konuslautsprecher finden überwiegend im Mittel- und Tieftonbereich Anwendung. Qualitätsmerkmale sind ein stabiler Korb (möglichst Aluminiumdruckguss), ein Ringmagnet hoher Feldstärke und ein leichtes Membranmaterial hoher Dämpfung und Steifigkeit.
Die Forderungen an das Membranmaterial widersprechen sich, so dass jede Membran als günstigster Kompromiss anzusehen ist. Zur besseren Annäherung an das Ideal hat man die sogenannte Nawi-Membran (nicht abwickelbar) entwickelt. Die Form gleicht einem nach aussen gewölbten Konus.

Magnetostatischer Lautsprecher
Magnetostaten sind Lautsprecher, deren Antrieb nicht in Form einer Schwingspule lokal konzentriert ist, sondern auf der ganzen Membran verteilt ist (Folien-Magnetostaten) oder selbst die Membran (klassisches Bändchen) darstellt. (entnommen aus Wikipedia)
Häufige Vertreter sind Bändchen Magnetostaten und Folien Magnetostaten.

Manger Schallwandler
Unter dem Begriff "Manger Schallwandler" verstehen wir einen Biegewellenwandler, dessen besondere Bauform in der Firma von Josef W. Manger entwickelt wurde. Die Manger Schallwandler werden auch heute noch in Handarbeit mit Präzisionswerkzeugen hergestellt. Es sind Schallwandler mit einem sehr breiten Frequenzspektrum von 80 Hz bis 35 kHz.
Die Fa. Manger stellt Biegewellenwandler auf hohem Niveau her, die aber auch schon dem oberen Preissegment zugeordnet werden können.
Siehe auch: Manger

Tieftonlautsprecher
Lautsprecher zur Wiedergabe tiefer und sehr tiefer Frequenzen. Da der erzeugte Schalldruck eines Lautsprechers sehr wesentlich von der Frequenz, dem Membrandurchmesser und dem Membranhub abhängig ist, müssen bei geringerer Frequenz Durchmesser und Hub größer werden, um noch akzeptablen Schalldruck zu erzeugen. Dafür werden meist Konuslautsprecher konzipiert.
In Richtung tiefer werdender Frequenz endet die Übertragungskurve in der Nähe der Resonanzfrequenz. Diese wiederum ist in Analogie zum Masse-Federsystem bei schweren Membranen und weichen Aufhängungen niedrig. Bei Tieftönern liegt die Resonanzfrequenz zwischen 25 und 50 Hz, während diese bei Hochtönern zwischen 500 und 1000 Hz liegt.
Hieraus ist bereits ersichtlich, dass eine Trennung der Wiedergabefrequenzbereiche sinnvoll ist.